PopUp-Store: Vintage-Living im Interview

Neueröffnung unseres Pop-Up-Stores Vintage-Living:

Mit großer Freude dürfen wir in unserem Center das Team von Vintage-Living willkommen heißen!

Vintage bezeichnet allgemein alte Gegenstände, die einen gewissen Wert haben.

Ganz nach dem Prinzip: Wertschätzen statt wegwerfen für mehr Nachhaltigkeit beim Einkauf.

Von Möbeln, Lampen bis hin zu einer breiten Bandbreite von Wohnaccessoires sowie anderen Designobjekten – der Store ist eine richtige Schatzkammer für alle Vintage-Möbel-Liebhaber.

Schau gerne vorbei und überzeuge dich selbst von dem Vintage-Look!

Vintage Living – aus Liebe zu nachhaltigen Möbeln:

Mit Vintage Living ist ein Möbel- und Dekorationsgeschäft ins Forum Schwanthalerhöhe eingezogen, in dem man handverlesene Schmuckstücke shoppen kann. Wertschätzen statt wegwerfen ist hier die Devise. In dem Geschäft bekommt man hauptsächlich: Antike Lampen, antike Schränke, Bänke und Kommoden sowie Stühle. Und wer auf der Suche nach antiken Accessoires oder seltenen Raritäten ist, wird hier auch fündig. Wir haben den zweifachen Familienvater Karoly Tarjani aus Ungarn von Vintage Living zum Interview getroffen. 

Sie sind mit Vintage Living nun seit Ende September im Forum. Ist das Ihr erstes Ladengeschäft?

Das ist bereits unser zweiter Laden. Wir haben schon einen Shop in Gars am Inn bei Mühldorf. Vor fünf Jahren haben wir den Shop dort eröffnet und er läuft gut. Wir arbeiten auch viel online – denn online ist die Zukunft – das merken wir schon. Es kamen viele Leute zum Anschauen nach Gars und da haben wir uns überlegt, es ist einfacher, wenn wir nach München kommen. Deswegen wollten wir uns jetzt vergrößern. 

Wie kommt man auf die Idee, ein Antiquitäten Geschäft zu eröffnen?

Das war mein Hobby. Ich habe damals in der Gastronomie gearbeitet und angefangen alles zu sammeln und zu kaufen was mit der französischen Küche zu tun hat. Solche Raritäten lassen sich gut auf Antikmärkten finden. Ich habe dann angefangen eine richtige Sammlung aufzumachen und Stück für Stück gekauft. Ich bin dann irgendwann auf eine Insel vor Frankreich gezogen und dort habe ich als Geschäftsführer in der Gastronomie gearbeitet. Auch dort war ich immer auf Antikmärkten unterwegs und irgendwann war mein Haus voll und ich habe überlegt, was mache ich jetzt? Dann habe ich langsam angefangen, Sachen davon wieder zu verkaufen. 

Und wie kam dann der Schritt zum Laden?

Ich bin dann irgendwann nach München und musste sehr viel arbeiten. Ich wollte aber eine Familie gründen und habe mir dann überlegt mein Hobby zum Beruf zu machen. Das wäre mit der Gastronomie nicht möglich gewesen. Ich habe dann mit einem Partner das erste Geschäft eröffnet. Das ist der Laden in Gars. Ein zweiter Laden sollte bald folgen, der wurde in Prien am Chiemsee aufgemacht. Mein Partner hat dann den Laden als Geschäftsführer in Prien gemanagt und ich die Basis in Gars. Leider gibt es den Laden am Chiemsee mittlerweile aber nicht mehr. 

Woher kommen denn die ganzen Antiquitäten?

Ich kenne viele Händler in Ungarn die nach Deutschland kommen. Dort sichte ich dann. Außerdem bin ich auch immer noch gerne und viel auf Antikmärkten unterwegs und schaue da nach seltenen Stücken. Wir liefern unsere Möbel auch aus – wenn wir die dann zum Kunden gebracht haben, schaue ich immer ob es Geschäfte oder Händler unterwegs gibt, dann gehen wir immer nochmal einkaufen. Auch online recherchiere ich nach Ware. 

Sind die Waren restauriert? 

Wir haben eine eigene Werkstatt und bearbeiten alle Teile selbst. Der Kunde muss gar nichts mehr machen. Wir liefern die Sachen deutschlandweit. 

Haben Sie auch Möbelstücke mit Geschichte?

Oh ja, das ist sehr wichtig für mich. Ich kann mich heute noch an Sachen erinnern, die ich vor fünf Jahren gekauft habe. Ich liebe es auch, meinen Kunden von den Geschichten hinter den Möbelstücken zu erzählen. Denn so lebt das Mobiliar weiter. Ein altes Stück Möbel könnte bestimmt tolle Geschichten erzählen. 

Was ist die Geschichte hinter z.B. der weißen Kommode?

Die habe ich von einem Händler aus der Schweiz. Auch diesen Händler habe ich nach der Geschichte dahinter gefragt. Der Händler hat die Kommode in einem Haus in Frankreich entdeckt. Das Haus wurde mittlerweile abgerissen, aber die Möbelstücke davon leben weiter. 

Hattest Du auch schon mal Pech bei Kauf?

Ja. Ich dachte ich hätte eine wertvolle Violine entdeckt. Ich habe verglichen und festgestellt: Farbe und Holz passen, und es war ein Stempel drin. In Jersey habe ich das „gute Stück“ einen Fachhändler gezeigt, der mir gesagt hat, dass die Violine leider keinen Wert hat. Das ist aber schon ganz lange her. Das war mein Lehrgeld. 

Wie hast Du Dich ausgebildet?

Es gibt viele Bücher, die man lesen kann und online ist auch eine gute Hilfe. Ich habe mir alle selbst beigebracht. Auch wie man Holz bearbeitet und Metalle wieder zum Glänzen bringt. 

Wie viele Menschen arbeiten hier mit?

Mittlerweile habe ich sechs Mitarbeiter die beim Restaurieren und bei Ausliefern und für den Onlineshop helfen. 

Wie viele Antiquitäten stehen hier im Laden?

Über 600 müssten es sein. 

Wir seid ihr auf diesen Standort gekommen?

Wir haben den Laden Dear Goods hier im Forum eingerichtet. Deswegen fanden wir den Standort auch ansprechend. Hier im Center gibt es eben besondere Sachen, es ist nicht wie ein normales Shoppingcenter. Das hat uns gefallen. 

Welches ist das teuerste Stück im Laden?

Derzeit ein Apothekerschrank. Früher war er dunkelbraun. Wir haben ihn komplett restauriert, jede Schublade und jeden Winkel abgeschliffen und neu in weiß gestrichen. Der Schrank kostet jetzt 4500 Euro.